RBDM 2022 Rennbericht – Mountainbike

Fahrer: Andreas Wimmler

Die Zeit vor dem Start haben ich und Fabian im und um das Dolomitenstadion verbracht. Obwohl das erste Mal als Athlet vor Ort konnten sich Fabian und ich schnell orientieren und der organisatorische Ablauf war abgeklärt. Vor dem Stadion konnte ich mich gut aufwärmen, wobei das Aufwärmen genauso wie die Ernährung vor dem Start für das nächste Mal ausbaufähig sind. Informationen wo sich Jakob und dann Manu gerade befinden bekam ich von Fabian – Manus letzte Flugminuten bis zur perfekten Landung konnte ich gut vom Startplatz aus beobachten, die Übergabe klappte perfekt.

Nun ging es los, mein erster Dolomitenmann. Vom Stadion ging es ohne Probleme nach Leisach. Das Tempo war hoch – zu hoch im Nachhinein gesehen. Den ersten Anstieg zum Damenstart konnte ich schnell, aber mit viel zu hohem Puls hinter mich bringen. Ich merkte bereits hier, dass ich mit der Energie haushalten muss, da ich sonst in weiterer Folge massive Probleme bekommen würde.

Den ersten Zwischendownhill über den Forstweg, den unteren Teil des Peter Sagan Trail und die Treppen/Wurzelpassage zur ersten Labe Station konnte ich wesentlich schneller wie angenommen hinter mich bringen und zum größten Teil durchfahren. Die Verpflegung klappte wie geplant.

Bereits am Beginn des zweiten Anstiegs musste ich ein langsameres Tempo anschlagen. Zwischenzeitlich plagten mich kurz Übelkeit und leichte Krämpfe was aber schnell wieder verschwand. Ich fand einen langsamen aber konstanten Rhythmus und gelangte ziemlich am Limit zur Tragepassage.

Die Tragepassage startete ich mit langsamen aber konstanten Tempo – mein gesamter Körper war jetzt extrem gefordert. Die letzten Meter zum Gipfelkreuz und die Schleife zurück zur Hochsteinhütte absolvierte ich ohne Probleme – ich konnte mich das erste Mal kurz erholen.

Nun wartete der Downhill auf mich. Ich kam in einen guten Rhythmus und die Streckenkenntnisse waren von Vorteil. Alle Abschnitte konnte ich gut und sicher durchfahren. Der Speed war hoch für meine Verhältnisse – am Limit aber kontrolliert. Das Feeling vom Hochstein hinunter nach Lienz war der Wahnsinn 🙂

Den letzten Abschnitt von der Abzweigung Lakata Trail nach Leisach fuhr ich stark dosiert auf den kurzen Gegenanstiegen und kontrolliert auf den Downhills bzw. technischen Abschnitten.

Im Ziel wurde ich von Eni und Fabian empfangen – ich war froh das Rennen erfolgreich und mit einem breiten Lächeln im Gesicht hinter mich gebracht zu haben.

Von 94 angetretenen Teams haben wir den ausgezeichneten 83 Platz belegt. In der Einzeldisziplin Mountainbike konnte ich den 91 Platz belegen.